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ITS – Networking
- Hersteller
- Certiport
- Prüfungsdauer
- 50 Minuten
- Anzahl der Fragen
- 35–45 Fragen
- Prüfungssprachen
- Englisch, Französisch und andere Sprachen
Zielgruppe
Kandidatinnen und Kandidaten dieser Prüfung sind mit allgemeinen Netzwerkkonzepten und -technologien vertraut und verstehen, wie ein Netzwerk in einer kleinen bis mittleren Unternehmensumgebung verwaltet und auf Fehler untersucht wird. Sie sollten über etwas praktische Erfahrung mit Windows- und Linux-Betriebssystemen, TCP/IP, Namensauflösungsverfahren, Netzwerkdiensten sowie Netzwerktopologien und Fehlersuche in kabelgebundenen und drahtlosen Umgebungen verfügen. Kandidatinnen und Kandidaten sollten über mindestens 150 Stunden Unterricht oder praktische Erfahrung mit Netzwerken verfügen.
Kompetenzbereiche und Prüfungsziele
1Netzwerkgrundlagen
- 1.1Netzwerkkonzepte definieren
- Internet, Intranet, Extranet, Client-Server, Peer-to-Peer, Übertragungsarten (Unicast, Multicast, Broadcast), Netzwerkgeräte einschließlich IoT
- 1.2Cloud- und Virtualisierungskonzepte definieren
- Hypervisoren, virtuelle Maschinen, virtuelle Switches
- 1.3Verfahren für den Fernzugriff beschreiben
- Virtual Private Network (VPN), Remote Desktop
2Netzwerkinfrastrukturen
- 2.1Die Merkmale lokaler Netzwerke (LANs) definieren
- Perimeternetzwerke (Sicherheitszonen, DMZ), VLANs, kabelgebundenes LAN und drahtloses LAN
- 2.2Die Merkmale von Weitverkehrsnetzen (WANs) definieren
- DSL, Site-to-Site, Kabelmodem, Satellit, Mobilfunk (3G, 4G, 5G)
- 2.3Verfahren und Merkmale drahtloser Netzwerke erkennen
- Arten von WLAN-Standards und ihre Merkmale (802.11, Bluetooth), Arten der Netzwerksicherheit (WPA, WPA2, WEP, 802.1X und weitere), Punkt-zu-Punkt-Funk (P2P), Ad-hoc-Netzwerke, Wireless Bridging, Funkstörungen
- 2.4Netzwerktopologien und Zugriffsverfahren vergleichen und gegenüberstellen
- Stern, Vermaschung, Ring, Bus, logische und physische Topologien
3Netzwerkhardware
- 3.1Merkmale von Switches beschreiben
- Anzahl und Art der Ethernet-Anschlüsse (Access gegenüber Trunk), Anzahl unterstützter Geräte, verwaltete oder nicht verwaltete Switches, VLAN-Fähigkeiten, Layer-2- und Layer-3-Switches und Sicherheitsoptionen, mögliche Einzelfehlerstelle, Switching-Arten und MAC-Tabelle, Fähigkeiten von Hubs gegenüber Switches (Kollisionsdomäne, Broadcast-Domäne, Halb- und Vollduplex), Vermeidung von Switch-Schleifen mit dem Spanning Tree Protocol
- 3.2Merkmale von Routern beschreiben
- Mögliche Engpässe im Netzwerk, direkt verbundene Routen, statisches Routing, dynamisches Routing (Routingprotokolle), Standardrouten, Routingtabelle und wie sie die beste Route auswählt, Portweiterleitung, Quality of Service (QoS), Netzwerksegmentierung, Konvergenz
- 3.3Merkmale physischer Übertragungsmedien beschreiben
- Kabeltypen und ihre Merkmale, darunter Segmentlänge und Geschwindigkeit; Glasfaser, geschirmtes oder ungeschirmtes Twisted Pair (CAT5–CAT7); Konfiguration (Crossover gegenüber Straight-Through); Anfälligkeit für elektromagnetische Störungen (EMI), Übersprechen und Abhören
4Protokolle und Dienste
- 4.1Das Open-Systems-Interconnection-Modell (OSI) beschreiben
- Bestimmung und Zweck jeder Schicht; Beispiele für Geräte, Protokolle und Anwendungen auf jeder Schicht; MAC-Adresse
- 4.2Das Transmission-Control-Protocol-Modell (TCP) beschreiben
- Bestimmung und Zweck jeder Schicht; Beispiele für Geräte, Protokolle und Anwendungen auf jeder Schicht
- 4.3IPv4-Konzepte beschreiben
- Klassenbasierte gegenüber klassenloser Adressierung, Subnetting (Zweck und Gründe für den Einsatz), Merkmale der IPv4-Adressierung (Subnetzmaske, Standardgateway, Sockets, Broadcast), private Adressen (Klasse A (einschließlich Loopback), Klasse B und Klasse C)
- 4.4IPv6-Konzepte beschreiben
- Merkmale der IPv6-Adressierung (Subnetzmaske, Standardgateway, Sockets, Kurzschreibweise), Übergang von IPv4 zu IPv6 (Tunnelprotokolle, Tunnel Broker, Dual IP Stack), Adresstypen (Link-Local gegenüber Global), Multicast-Gruppen (alle Router/alle Knoten), Loopback
- 4.5Bekannte Ports erkennen
- HTTP, HTTPS, FTP, SMTP, IMAP, DNS, RDP, SSH
- 4.6Konzepte der Namensauflösung beschreiben
- Statische Namensauflösung (HOSTS-Datei, LMHOSTS-Datei), dynamische Namensauflösung (DNS, WINS), DNS-Ressourceneinträge (A, AAAA, MX, PTR, SRV, CNAME, SOA), Vorwärts- gegenüber Rückwärtsauflösung, Schritte im Ablauf der Namensauflösung
- 4.7Die Aufgaben von Netzwerkdiensten erkennen
- Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP), Network Address Translation (NAT) (dynamisch gegenüber statisch, öffentlich gegenüber privat, Port Address Translation), Firewalls
5Fehlersuche
- 5.1Anhand eines Szenarios den Ablauf der Fehlersuche in einem Netzwerk eines kleinen bis mittleren Unternehmens beschreiben
- Schritte im Ablauf der Fehlersuche, Umgangsformen und berufliches Auftreten
- 5.2Anhand eines Szenarios die passenden Hardwarewerkzeuge zur Fehlersuche einsetzen
- Passende Werkzeugauswahl, Multimeter, Kabeltester, Toner, Time-Domain-Reflektometer (TDR), optisches TDR (OTDR)
- 5.3Anhand eines Szenarios die passenden Windows-Softwarewerkzeuge zur Fehlersuche einsetzen
- Passende Werkzeugauswahl, Syntax (ping, ipconfig, tracert, pathping, nslookup, hostname, netstat, arp), lokale Loopback-IP, Protokolle
- 5.4Anhand eines Szenarios die passenden Linux-Softwarewerkzeuge zur Fehlersuche einsetzen
- Passende Werkzeugauswahl, Syntax (ping, ip addr, traceroute, tracepath, dig, host, netstat, arp)